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11.12.2019 02:03:45


Verkehrsentlastung Engelbergertal - Vier Gemeinden auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen

Das Verkehrsverhalten der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Dies bekommen die Gemeinden im Engelbergertal hautnah zu spüren. Gemeinsam sind die vier Gemeinden Oberdorf, Dallenwil, Wolfenschiessen und Engelberg an der Erarbeitung von Lösungen.

Stauten sich vor wenigen Jahren die Autos im Engelbergertal noch an wenigen Spitzentagen im Jahr, so hat sich dies grundlegend geändert. Am stärksten von dieser Entwicklung betroffen ist dabei die Gemeinde Wolfenschiessen. «Die Sorgen der Bevölkerung nimmt in Bezug auf die Verkehrssituation zu», weiss der Wolfenschiesser Gemeinderat Remigi Zumbühl. Unterstützung erhält Wolfenschiessen nun von Oberdorf, Dallenwil und Engelberg. Die vier Gemeinden haben eine Kommission ins Leben gerufen mit dem Ziel, gemeinsam verkehrsentlastende Massnahmen auszuarbeiten und diese nun Schritt für Schritt anzupacken und umzusetzen. Für die von Remigi Zumbühl präsidierte Kommission steht fest: «Die Ist-Situation zeigt klar auf, dass ein Handlungsbedarf besteht.»

Jetzt handeln

Handeln bevor sich die ganze Verkehrssituation zu einer Krise heraufschaukelt, lautet das Motto der vier Gemeinden. Die Kommission hat in den vergangenen Monaten das Thema «Verkehrsentlastung Engelbergertal» unter verschiedenen Blickwinkeln wie Wohnqualität, Umwelt- und Naturschutz, Standortattraktivität, Finanzen, Tourismus, Volkswirtschaft oder der Klimaerwärmung betrachtet. «Jeder einzelne Blickwinkel steht dabei in Abhängigkeit zueinander. Und weil die ganze Problematik so komplex ist, sind die Gemeinderäte im Engelbergertal kantonsübergreifend gewillt», so Remigi Zumbühl, «der Problematik vorausschauend und aktiv zu begegnen und nun zu handeln.» Entstanden ist eine Ideenmappe, welche Massnahmen in kurz-, mittel- und langfristig auflistet.

Weitere Ideen willkommen

Die Kommission legt Wert auf die Feststellung, dass die am Donnerstagabend in der Aula Zelgli in Wolfenschiessen den Stakeholdern aus dem Engelbergertal sowie den politischen Vertretern von Kanton und Gemeinden vorgestellten Massnahmen nicht in Stein gemeisselt sind. Vielmehr erhoffen sich die Gemeinden mit der nun anlaufenden Vernehmlassung bei den politischen Gremien und touristischen Anbietern weitere Denkanstösse und Vorschläge. «Nur wenn wir den Fächer breit öffnen und die Bezeichnung unmöglich streichen, kommen wir zu zählbaren Resultaten», ist Remigi Zumbühl überzeugt. Dass die Kommission mit einem flotten Tempo unterwegs ist, zeigt die Dauer der Vernehmlassung bis Ende September. Danach will die Kommission die weiteren Schritte festlegen und wenn möglich bereits kurzfristig umsetzbare Massnahmen definitiv festlegen. Wunder dürfen laut dem Kommissionspräsidenten keine erwartet werden. «Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass wir hier ein Generationenprojekt in Gang setzen. Ziel ist es jedoch, dass wir als Verbund der vier Gemeinden die eine oder andere kurzfristige Massnahme umsetzen können.» Als eine der rasch umsetzbaren Massnahmen sieht die Kommission in der attraktiven Vermarktung des öffentlichen Verkehrs oder die Installation eines Staumelders in Engelberg. «Damit könnten die Gäste zu einer gestaffelten Rückreise animiert werden», erhoffen sich die Vertreter der vier Gemeinden.

Mögliche Massnahmen (Auswahl)

Kurzfristig (Umsetzung bis zu einem Jahr)

  • Parkleit- und Informationssystem bei der Autobahnausfahrt Stans Süd in Fahrrichtung Süden.
  • Attraktive Vermarktung des öffentlichen Verkehrs mit Zentralbahn und Gratis-Bus-Betrieb in Engelberg.
  • Staumelder in Engelberg.
  • Verstärkte politische Einflussnahme bei der strategischen Ausrichtung der Verkehrsplanung.

Mittelfristig (ein bis drei Jahre)

  • Ausbau Angebot von Extrazügen der Zentralbahn.
  • Optimierung Kreisel Kreuzstrasse.
  • Schaffung von attraktiven Angeboten/Kombinationen für die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.
  • Ausweitung des von den Nidwaldner Beherbergungsbetrieben angebotene Hotel-Ticket auf Engelberg

Langfristig (über drei Jahre)

  • Umfahrung von Wolfenschiessen.
  • Carterminals/Carparkplätze in der Nähe der Autobahn.
  • Weiterverfolgung und politische Unterstützung vom Skigebietszusammenschluss zur Gewinnung von Langzeitgästen.

Dokument Medienmitteilung_-_Verkehrsentlastung_Engelbergertal.pdf (pdf, 199.5 kB)


Datum der Neuigkeit 23. Aug. 2019
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